Bedarfsermittlung und ICF-Orientierung

2018-02-16---2018-01-22-BTHG-Bedarfsermittlung und ICF-Orientierung

22. Januar bis 16. Februar 2018

Bedarfsermittlung und ICF-Orientierung

Mit dem BTHG sollen die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden. Zentraler Bestandteil ist die Bedarfsermittlung orientiert an der Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Die Fachdiskussion thematisiert das bio-psychosoziale Modell der ICF, den neuen Behinderungsbegriff ausgehend von der UN-Behindertenrechtskonvention und die bisher eingesetzten Instrumente zur Bedarfsermittlung.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem neuen, am bio-psycho-sozialen Modell der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) orientierten Behinderungsbegriff zu. Der neue Behinderungsbegriff begreift eine funktionale Beeinträchtigung nicht mehr als Eigenschaft und Defizit einer Person, sondern betrachtet sie im Zusammenspiel mit Kontextfaktoren sowie mit den Interessen und Wünschen des betroffenen Menschen.

Dieses Konzept der ICF muss künftig der Bedarfsermittlung bei allen Rehabilitationsträgern zugrunde liegen. D.h. die bisher eingesetzten Instrumente der Bedarfsermittlung müssen auf ihre ICF-Orientierung hin überprüft werden, um eine individuelle und funktionsbezogene Feststellung des Bedarfs an Leistungen zur Teilhabe zu gewährleisten.

Die zur Bedarfsermittlung eingesetzten Instrumente und deren Bezug zur ICF weisen zwischen verschiedenen Rehabilitationsträgern und Bundesländern deutliche Unterschiede auf. Insofern fällt auch der Handlungsbedarf bei der Umsetzung der neuen Regelungen durch das BTHG unterschiedlich aus.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar