Solinger Starterszene – Meladi unterstützt Menschen mit Behinderung

rechts im Bild Melahat Dinc wird beim Aufbau ihres Unternehmens von links Andreas Hollstein unterstützt. ©-Foto Uli Preuss

Guten Morgen allerseits 🌞

Wir (Meladi – Assistenzdienst für Menschen mit Handicap) freuen uns über den schönen Artikel gestern und danken dem Solinger Tageblatt fürs Interesse 🙏🏼💜

Neben mir steht Inklusionsbotschafter Andreas Hollstein, wohl bemerkt er steht - und das ist uns deshalb so wichtig, weil er vor 10 Jahren nach einem 
Motorradunfall mit einer Querschnittslähmung das eben nicht tun konnte und sich das Stehvermögen wieder mühsam erarbeiten musste.😯
Ich kann verstehen, dass das Interesse des Fotografen überwiegend ihm galt, denn er ist ein Kämpfer durch und durch. 💪🏼 🍀 

Durch die eigene Betroffenheit ist er Experte (z.B. im Bereich Hilfsmittel) geworden und hilft uns ehrenamtlich. Weitere Helfer unseres Assistenzdienstes sind:

1 Heilerziehungspfleger & Sozialmanager, 
1 Heilerziehungspflegerin & Sozialpädagogin und 
1 zertifizierte Mediatorin & Nachhaltigkeitsexpertin. 

Des weiteren möchte Ich Ame La für die Namensfindung danken💜, den Mitgliedern der FB-Gruppe “Persönliches Budget für Schwerbehinderte – Behindertenrecht” und allen anderen Betroffenen für den freundlichen Austausch.

Wir danken dem Team des Gründer- und Technologiezentrum Solingen für alle Annehmlichkeiten.

Zu guter letzt möchte ich erwähnen, dass jeder eingeladen ist, uns in der Coworkit – Coworking Space Solingen auf einen Kaffee zu besuchen. Unsere Space-Kollegen sind toll und jederzeit behilflich. Wenn aber ein anderer Ort für ein Gespräch gewünscht ist, so ist auch das kein Problem. Wir sind mobil und arbeiten NRW-weit.

Wir freuen uns auf euch!

Eure Mela. 💜🍀

WEB: https://meladi.de/

FB: Meladi – meine individuelle Assistenz

 

 

Solinger Starterszene

Meladi unterstützt Menschen mit Behinderung

Die von Melahat Dinc gegründete Firma kümmert sich um alle Dinge rund um die persönliche Assistenz – vom Antrag bis zur Verwaltung.

rechts im Bild Melahat Dinc wird beim Aufbau ihres Unternehmens von links Andreas Hollstein unterstützt. ©-Foto Uli Preuss
Melahat Dinc wird beim Aufbau ihres Unternehmens von Andreas Hollstein unterstützt. ©-Foto Uli Preuss

Sich im deutschen Bürokratie-Dschungel zurechtzufinden, ist eine Wissenschaft für sich. Ohne Hilfe schafft das kaum jemand. Dieser Hilfe hat sich Melahat Dinc verschrieben. Die 36 Jahre alte Solingerin hat dazu ihr Unternehmen Meladi gegründet. Der Firmenname steht für „Mein individueller Assistenz-Dienst“ und beschreibt bereits die Tätigkeit der Geschäftsführerin: Als Verwaltungsdienstleisterin übernimmt sie für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen alle anfallenden Dinge bezüglich der persönlichen Assistenz.

Dinc vergleicht ihre Tätigkeit gern mit der französischen Filmkomödie „Ziemlich beste Freunde“. Sie basiert auf der 2001 erschienenen Autobiografie des ehemaligen Pommery-Geschäftsführers Philippe Pozzo di Borgo, der im Juni 1993 beim Paragliding abstürzte und seither querschnittsgelähmt ist. Einen wesentlichen Unterschied zum Film gibt es allerdings: In der Realität sind die Betroffenen keine Millionäre. „Das ist aber nicht schlimm“, sagt Dinc. Denn jeder Behinderte oder von Behinderung bedrohte Mensch habe das Recht auf das „Persönliche Budget“ für persönliche Assistenz.

Dieses „Persönliche Budget“ richtet sich individuell nach dem Bedarf. „Es muss aber laut Gesetz definitiv bedarfsdeckend sein“, erklärt Dinc. Beantragt werden kann es bei den zuständigen Trägern wie Sozialamt oder Landschaftsverband. Es beruht auf Artikel 19 der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und gilt seit 2008.

Dennoch sei die Gesellschaft noch nicht umfassend darüber aufgeklärt. Dies möchte Dinc ändern. „Wir ermöglichen Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben“, sagt sie. Mit „wir“ meint sie noch Andreas Hollstein. Der 60-Jährige ist ehemaliger Inklusionsbotschafter der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland und unterstützt Melahat Dinc.

Meladi übernimmt auf Wunsch alle anfallenden Arbeiten

Jeder Mensch habe das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit und Würde, sagt Dinc. Dies möchte sie ihren Kunden ermöglichen – indem sie ihnen alle anfallenden Arbeiten abnimmt. Das beginnt mit einer unverbindlichen Beratung. Wenn gewünscht, stellt und verwaltet Meladi die Anträge und kümmert sich um alles rund um die Assistenten – bis hin zum Dienstplan. Auch bei der Suche nach einem passenden Assistenz-Team ist Ginc behilflich. Auf Wunsch schreibt sie die Stellenannoncen und führt die ersten Gespräche. Die Entscheidung, ob alles passt, treffe jedoch der Patient.

Für den Betroffenen sind unsere Leistungen absolut kostenlos“, sagt die Meladi-Geschäftsführerin. Ihre Tätigkeit und Auslagen werden über das „Persönliche Budget“ finanziert. Dabei kann der Betroffene wählen, ob er selbst Arbeitgeber des Assistenz-Teams wird, oder ob Meladi auch dies übernimmt.

Quelle: https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/wirtschaft/meladi-unterstuetzt-menschen-behinderung-11799300.html

 

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